3D News Januar - Juni 2011

3D-Camcorder im Vergleich 

Quelle: focus.de/digital/multimedia/

Focus-Online veröffentlichte am 10.08.2011 ein Online-Video, in dem der Bloggie 3D-Camcorder von Sony für gut 200 Euro mit dem 1500-Euro-Modell GS-TD1 von JVC verglichen wird.


3D-Markt für Fernseher und TV-Angebot auf dem Vormarsch

Quelle: http://www.instat.com/mp/11/IN1104953MBS_Sample.pdf

Das Marktforschungsinstitut In-Stat sieht im Markt für 3D-Fernseher und TV-Angebot einen stark wachsenden und nachhaltigen Trend.

Während die Presse in 2010 hinsichtlich 3D überaus optimistisch war, scheinen derzeitige Pressemeldungen mehr und mehr pessimistisch. Das Wachstum im Verkauf von 3D-Fernsehern ist weiterhin steigend. Gerade noch hat das Marktforschungsinstitut ISuppli den anhaltenden Trend im ersten Quartal 2011 bestätigt und vorausgesagt, dass sich der Absatz von 3D-Fernsehern in diesem Jahr vervierfachen wird. Die steigenden Absatzzahlen senken die Produktionskosten weiterhin. Einige Hersteller bieten in über 50% ihrer Fernseher die 3D-Funktion an. Dies ermutigt 3D-Filmstudios die 3D-Filmproduktion auszubauen und an der Aufnahmetechnik und Wiedergabe weiter zu forschen. Dadurch wird sich bald herausstellen, welche Technik sich am Markt durchsetzt. Das Problem, dass ein einheitlicher Standard in verschiedenen Bereichen der 3D-Technik noch nicht gefunden ist, wird sich dadurch lösen.

Auch das Angebot an 3D-TV-Kanälen ist wachsend. Erste Fernsehsender mit 3D-Inhalten sind in Nordamerika, Europa und Asien verfügbar. Noch bleibt das Angebot hauptsächlich beschränkt auf Pay-TV Anbieter. Dennoch erwarten immer mehr Fernsehsender, dass 3D-Inhalte zukünftig verstärkt angeboten werden, da die Anzahl an Haushalten mit 3D-Fernsehern steigt. Das Marktforschungsinstitut In-Stat sagt in einer Studie bis 2015 weit mehr als 100 Sender voraus, die stereoskopische 3D-Inhalte ausstrahlen. Glaubt man den Experten, wird in Kürze ein schnelles Wachstum an 3D-Sendern einsetzen.


Internationale 3D-Konferenz und Messe

Am 12.07 – 13.07.2011 findet in Seefeld (bei München) eine Konferenz und Fachausstellung zum Thema stereoskopischen Sehen statt. Die Konferenz „S3D®-Today" wird das 5. Jahr in Folge in Kombination mit der „S3D®-Expo" organisiert.

Öffnungszeiten: Di: 12.07.2011 und Mi, 13.07.2011 zwischen 9:00-18:00 Uhr

Das Ziel der Veranstaltung ist es, einen kompletten Überblick über den aktuellen Stand im Bereich Stereo-3D sowie einen Ausblick auf zukünftige Trends und Entwicklungen. Anwesend sind Hersteller aus den Bereichen Content-Ersteller, 3D-Druck, Grafikkarten, Software, Displays u.v.m.. Auf der Agenda stehen zahlreiche Vorträge und Diskussionsrunden.

Weitere Informationen sind zu finden auf http://www.3dcc.eu


Das 3D-Smartphone LG Optimus 3D

Quelle: http://www.chip.de/news/LG-Optimus-3D-3D-Smartphone-auf-MWC-vorgestellt_46975084.html

Das LG „P920 Optimus 3D" ist das erste Smartphone, mit dem sich 3D-Fotos und -Videos aufzeichnen und brillenlos wiedergeben lassen. Für die brillenlose Wiedergabe von 3D-Inhalten verwendet LG ein 4,3 Zoll großes LCD-Display mit Touchscreen-Funktion. Auf der Rückseite des Gerätes sind zwei 5-Megapixalkameras eingebaut. Für die Übertragung der Inhalte steht eine HDMI-1.4 –Schnittstelle zur Verfügung. Als Betriebssystem ist Android 2.2 installiert. Das Gerät ist derzeit für unter 500€ zu kaufen.

Durch den relativ engen Abstand der beiden Kameras zueinander, verliert sich der 3D-Effekt bei Objekten, die wesentlich mehr als 1m entfernt sind.

Mit dem 8GB Speicher und dem brillenlosen 3D-Display lassen sich nicht nur selbst aufgezeichnete Fotos und Videos betrachten, sondern auch dreidimensionale Spiele spielen oder Filme schauen.

Zum Testbericht...


3D-Aufnahmen mit GoPro Kameras

Quelle: http://www.stereo-3d-info.de/news.html

Der Hersteller GoPro, bekannt für seine kleinen Actionkameras mit HD-Videoaufnahme, bietet nun auch eine Möglichkeit, 3D-Videos zu erstellen. Der Hersteller setzt dabei auf das Koppeln zweier GoPro Kameras. Dafür bietet er ein passendes Gehäuse (Preis ca. 100€, ohne Kameras), in das zwei Kameras integriert werden können.

In dem Gehäuse steht eine Kamera auf dem Kopf. Damit wird erreicht, dass die Linsen relativ nah zueinander positioniert sind, also die Stereobasis möglichst klein wird. Je kleiner die Stereobasis ist, desto näher können Objekte bei der Aufnahme zur Kamera stehen.

Wichtig ist bei dieser Technik, dass die Kameras synchron aufzeichnen. Dafür bietet GoPro in dem 3D-Set ein passendes Kabel.

Das Gehäuse ist wasserfest und lässt sich auch auf Helmen befestigen.


3 dimensionaler Tablet PC: Das LG Optimus Pad

Quelle: focus.de

Der neue Tablet PC von LG ist seit Mitte Juni auf dem Markt. Das ursprünglich für April angekündigte Pad aus Korea kostet 850€ UVP. Besonderheit sind die zwei HD-fähigen 5-Megapixelkameras auf der Rückseite des Gerätes. Damit ist es in der Lage, 3D-Videos und - Fotos aufzunehmen. Das Gerät ist knappe 13mm dick und mit dem Betriebssystem Android 3.0 ausgestattet. Mit der Größe von 8,9 Zoll Bildschirmdiagonale reiht es sich in das Mittelfeld der Android-Tablet PC´s ein.

Für die Nutzung der 3D-Videofunktion bietet das LG Optimus Pad sowohl eine Camcorder Applikation an als auch einen passenden Videoplayer. Allerdings gibt der Bildschirm keine stereoskopischen, brillenlosen 3D-Inhalte wieder – im Gegensatz zum gleichnamigen Smart Phone. Die Wiedergabe erfolgt nur im Rot-Grün-Anaglyphen-Verfahren, sodass eine passende Brille erforderlich ist. Die Brille ist jedoch nicht im Lieferumfang enthalten.

Bei der Aufnahme von 3D-Videos hat der Nutzer die Wahl, das Video im Rot-Grün-Verfahren zu speichern oder im universellen Side-by-Side-Verfahren. Das Side-by-Side-Format ist dann praktisch, wenn die Inhalte z.B. auf YouToube veröffentlicht werden sollen. Dort kann der Nutzer im Viewer das Wiedergabeverfahren dann selbst auswählen.

Über die HDMI-Schnittstelle kann das Pad allerdings auch an den Fernseher angeschlossen werden, um die aufgezeichneten 3D-Inhalte dort zu betrachten.

Ein ausführlicher Testbericht ist unter folgendem Link zu finden.


Panasonic begeistert mit 3D Camcorder - SDT750

Panasonic ist im 3D-Markt weiterhin aktiv. Neben 3D Fernsehern, 3D bluray Playern und einer für Ende 2011 angekündigten 3D fähigen Kompaktkamera (Lumix DMC – 3D1) hat Panasonic bereits Ende 2010 auch einen 3D HD-Camcorder auf den Markt gebracht, den Panasonic SDT750.

Zahlreiche Testberichte liefern in vielen Aspekten Bestwerte ab. Einzigartig bei dieser Kamera ist das beigefügte 3D-Objektiv, mit der der Bildprozessor des Camcorders zwei Bilder mit je 960 x 540 Pixeln aufnimmt und sie zu einem Side-by-Side Bild mit 960 x 1080 Pixeln kombiniert.

Der einzige Kritikpunkt hinsichtlich der 3D Funktionalität bezieht sich auf die geringe Stereobasis. Durch den geringen Abstand der beiden Linsen, fällt der 3D-Effekt bei weit entfernten Gegenständen eher gering aus.

Ausgezeichnete Bewertungen erhält die Kamera jedoch weniger für die 3D-Funktionalität als für die Bild- und Tonqualität. Damit ist die Kamera auch bestens für 2D Aufnahmen geeignet. Panasonic stattet den Camcorder mit drei Bildsensoren aus, einen für jede Primärfarbe. Damit ist die Bildqualität im Tageslicht sehr gut und auch das Bildrauschen bei schwachen Lichtverhältnissen ist vergleichsweise gering.

Um sich die in 3D aufgenommenen Videos auch ansehen zu können, ist jedoch eine nachträgliche Bearbeitung mit geeigneter Software erforderlich. Hierzu eignet sich zum Beispiel „Magix Video Deluxe Plus" an.

Der Preis des SDT750 ist seit vergangenem Jahr bereits deutlich gesunken. Für ca 1000€ ist die Kamera derzeit zu haben. Der Preisunterschied zum Vergleichsmodell ohne 3D-Funktionalität (SD600), der etwa 700€ kostet, ist vergleichsweise gering. Viele Alternativen gibt es für einen 3D-Camcorder derzeit nicht. Die Fuji FinePix Real 3D ist als Kompaktkamera vielmehr für Fotobegeisterte interessant, bietet dennoch eine 3D Video Funktion. Weitere 3D-Camcorder wird es im Frühjahr 2011 von JVC, Panasonic und Sony geben.

Die Panasonic SDT750 im Shop...


Marktforschung: Absatz von 3D Fernseher vervierfacht sich in 2011

Quelle: isuppli.com

Die Nachfrage nach 3D-Fernsehern hält an. Auch wenn im letzten Jahr (2010) die prognostizierten 6 Millionen Fernsehgeräte nicht verkauft werden konnten (letztendlich waren es 4,2 Millionen Geräte), lässt der Absatz im ersten Quartal hoffen. Das Marktforschungsinstitut IHS iSuppli glaubt, dass in diesem Jahr weltweit 23,4 Millionen 3D-TV´s über die Ladentheke gehen. Dies geht in einem am 3. Mai veröffentlichten Bericht hervor. Das entspricht einem Wachstumsfaktor von über 4,6. Die ersten 3D-Fernseher wurden Anfang 2010 auf den Markt gebracht. Innerhalb eines Jahres haben sich die Preise um etwa 9% reduziert. Weitere Preissenkungen sind abzusehen.

Grund für die starke Nachfrage ist auch die steigende Verfügbarkeit von 3D-Inhalten wie Filme, TV-Sender und die Möglichkeit privater 3D-Fotografie. Bislang gibt es, vor allem in den USA und Großbritannien, über 80 TV-Sender und Pay-TV-Ausstrahlungen mit 3D-Inhalten.

Auch für die Folgejahre prognostiziert iSuppli ein starkes Wachstum. So soll sich der Absatz bis 2013 jährlich verdoppeln. Bis 2014 sollen dann 100 Millionen 3D-Tv´s verkauft worden sein. Im Vergleich zu der von Display-Search veröffentlichten Studie von Oktober 2010 sind dies über 10% mehr.

Die bislang noch notwendige Brille zur Betrachtung von 3D-Inhalten soll das Wachstum nicht bremsen. Aber auch hier kündigen einige Hersteller langfristig brillenlose Lösungen an.

ISuppli kündigt auch an, dass sich mittelfristig die passive Wiedergabetechnik durchsetzt und damit die aktive Shuttertechnik ablöst, die bislang eine höhere Bildqualität versprach. Die passive Technik ist jedoch kostengünstiger herzustellen und wurde im letzten Jahr qualitativ weiterentwickelt.


3-dimensionales App für das IPad & IPhone

Quelle: bild.de

Studenten der französischen Universität Grenoble entwickeln für Apples Kultprodukte IPhone und IPad eine Software, mit der dreidimensionale Bildwiedergaben möglich sind.

Die Displays von IPhones und IPads ermöglichen zwar keine Wiedergabe von räumlichen 3D-Eindrücken. Aber mithilfe der bestehenden „Head Tracking" Technik ermöglicht die entwickelte Software über die Erfassung von Kopf- und Augenbewegungen die Bildwiedergabe in Echtzeit so umzurechnen, dass ein quasi-räumlicher Eindruck entsteht. Zur Kontrolle der Kopf- und Augenbewegungen greifen die Entwickler auf die im IPhone 4 und IPad 2 eingebaute Kamera zurück.

Bislang wurde die Technik nur auf simplen Objekten angewendet. Eine Weiterentwicklung für Spiele und andere Viedeo-Inhalte ist dennoch vorstellbar.

Auch wenn der räumliche Eindruck nicht mit üblicher 3D-Wiedergabe zu vergleichen ist, benötigt diese Applikation weder eine Brille noch andere Hardware.

Nähere Informationen sind auf YouTube zu finden.