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Wie steht es eigentlich um die 3D Displays ohne Brille?

Im Frühjahr 2012 hat Toshiba mit dem 55ZL2G den ersten 3D Fernseher ohne Brille auf den Markt gebracht. Die neue Technologie, die den 3D Genuss ohne das Tragen der bislang notwendigen 3D Brillen ermöglicht, verspricht die zukünftige Technologie für 3D zu werden. 

Seit der Einführung von Toshibas Fernseher ist wenig von brillenlosen 3D-Displays zu hören gewesen. Wie steht es derzeit also um die brillenlose 3D Technologie?

 

Dimenco: autostereoskopisches Display mit atemberaubender 4K-Auflösung

Die Firma Dimenco ist seit Ende 2014 mit einem autostereoskopischen Display in 4K-Auflösung auf dem Markt. Damit findet Dimenco eine Antwort auf das Problem der reduzierten Auflösung, das bei 3D-Displays durch die erforderliche Bildtrennung unvermeidbar ist. Mit der 4K-Auflösung wirken die 3D-Inhalte brilliant.

 

Tridelity mit brillenlosen 3D Displays auf dem Markt

Die Firma Tridelity aus Deutschland bringt mit Ihren brillenlosen 3D Displays die ersten Displays Ihrer Art auf den Markt. Das Angebot richtet sich hauptsächlich an den Business-Kunden, da die 3D Inhalte derzeit noch konvertiert werden müssen. Das Angebot umfasst mehrere Display-Größen zwischen 26'' und 65''. Zum Einsatz kommt bei fast allen Displays die Multi-View Technologie, die es mehreren Personen gleichzeitig erlaubt die Inhalte dreidimensional zu sehen.

3D Displays ohne Brille finden Sie in unserem Bereich 3D Display... 

 

3D-TV ohne Brille: Der Toshiba 55ZL2

Mai 2012

Seit Mai 2012 ist der erste brillenlose 3D-Fernseher auf dem Markt. Der 55ZL2 von Toshiba erfordert zum Betrachten von 3D-Inhalten keine von Betrachtern oftmals als störend empfundene 3D-Brille mehr. Die bereits in verschiedenen kleinformatigen elektronischen Unterhaltungs-Medien verwendeten 3D-Displays werden von Toshiba erstmals in einem 55“ großen Fernseher eingesetzt. Mit einer zusätzlichen Flüssigkristall-Schicht zwischen Schirm und der für die 3D-Technik erforderlichen Linsenfolie lässt sich diese ein- und ausschalten: Im 2D-Betrieb ist die Folie unwirksam, für 3D-Bilder wird sie aktiviert. 

Der Kaufpreis für dieses neue Bilderlebnis liegt derzeit bei 7800€.

Einen ausführlichen Testbericht finden Sie hier…

 

Schenker präsentiert auf der IFA 2012 eine brillenlose 3D-Technik für Notebooks

August 2012

Quelle: Notebookinfo

Zusammen mit dem Grafik-Spezialisten 3D International hat der deutsche Hersteller Schenker Notebooks einen angepassten Grafikkarten-Treiber entwickelt, der auch nicht 3D fähigen Bildschirmen eine 3D Wiedergabetechnik bietet. Dies gelingt durch eine flache Scheibe aus Sicherheitsglas, die vor das Display geklebt wird. Die Scheibe und der Grafiktreiber basiert auf dem Prinzip der Lenticulartechnik und sind so aufeinander abgestimmt, dass die Scheibe die für stereoskopisches Sehen notwendigen verschiedenen Bilder trennt. Die gleiche Technik kommt auch in der Sony SE-Serie zum Einsatz.

Die von 3D International entwickelte Lösung verrechnet ein herkömmliches 2D-Bild mit 3D-Informationen und erzeugt daraus fünf kombinierte Bilder. Die Scheibe selbst ist ein Spezialglas mit integrierten optischen Filtern, denen die Entwickler den Namen „Chromatic Light Deflector“ gegeben haben.

Angeboten wird die Lösung für alle Schenker-Notebooks mit 17,3“ Display. Der Aufpreis soll sich auf etwa 300€ belaufen.

 

Dolby-3D: Philips und Dolby entwickeln 3D ohne Brille

Januar 2013

Quellte: Ultra-HDTV

Die beiden Elektronik-Unternehmen Philips und Dolby haben bereits im Jahr 2012 ein Entwicklungsprojekt für brillenloses 3D vorgestellt. Auch auf der CES 2013 wurde das Forschungsvorhaben vorgestellt. Gemeinsam entwickeln Sie unter dem Namen Dolby-3D ein hochauflösendes 3D-Format, das ohne die für das 3D-Sehen bislang notwendigen Brillen auskommt. Das 3D Display kann auf unterschiedliche Wiedergabegeräte (PC, Notebook, Fernseher) adaptiert werden.

Das Gemeinschaftsprojekt ist ein großes Vorhaben. Der Schritt von der bisherigen 3D-Technologie zu brillenlosen 3D Displays scheint in Hinblick auf die bisherige Entwicklung groß zu sein.

Auf der Konsumermesse CES 2013 hat Philips sogar ein brillenloses 3D-Display mit der neuen 4K-Auflösung vorgestellt.

Das Display soll in verschiedenen Modi eingesetzt werden können. Sitzt nur eine Person vor dem Display, verfolgt eine installierte Kamera die Kopfbewegung, um das 3D-Bild optimal auszurichten. Schauen mehrere Personen auf das Display, ist das Bild im Multi-View Modus einsetzbar, bei dem das 3D Bild in bis zu 20 Perspektiven zu sehen ist

Da das Dolby-3D-System auch abwärtskompatibel zu bisherigen 3D-Displays sein soll, scheinen beide Unternehmen eine echte Standardtechnologie für 3D entwickeln zu wollen. Abzuwarten bleibt bislang nur der Einführungszeitpunkt und der Preis der Displays.

 

Auch Haier präsentiert ein 4K 3D-Display ohne Brille

Januar 2013

Quelle: PC-Welt

Auch das Unternehmen Haier präsentiert auf der CES 2013 in Las Vegas ein brillenloses 3D-Display in der 4K Technologie. Ausgestattet mit weiteren innovativen Features, wie der Bewegungs- und Stimmsteuerung, ist das Display ein echtes Highlight.
Der Prototyp ist ein LED Fernseher mit 55 Zoll Bildschirmdiagonale.

Anstelle eines 3D-Bildes können auf dem Display sogar zwei Personen zwei verschiedene Programme gleichzeitig sehen. Möglich ist dies durch die für die 3D-technologie notwendige Bildtrennung. 

Auch Haier lässt offen ob bzw. wann der Fernseher auf den Markt kommt. Ebenfalls hat Haier bislang keine Preise genannt.


Es scheint daher, als mache die Entwicklung brillenloser 3D-Displays kleine, aber stetige Fortschritte. Setzt sich tatsächlich ein Standard in der Display-Technologie durch, verspricht dies den erwarteten Durchbruch. Denn bei den 3D Displays mit Brille konnten sich die großen Elektronik-Hersteller bislang auf kein Standardformat einigen.

Außerdem scheint die 4K Technologie die Entwicklung brillenloser 3D Displays zu unterstützen. Die Bildtrennung soll mit den hochauflösenden Displays besser gelingen und ermöglicht zudem ein FullHD-3D-Bild.

Es wird also noch einige Zeit vergehen bis brillenlose 3D-Displays tatsächlich serienreif werden. Aber das Potenzial solcher Displays ist enorm, insbesondere für die Werbebranche. Daher zweifeln an dem generellen Durchbruch von 3D Displays ohne Brille nur noch Wenige.