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Kurzbeschreibung

Die Shuttertechnik nutzt das abwechselnde Einblenden von Bildern, um mithilfe einer synchronisierten Shutterbrille das rechte und linke Bild für das Auge zu trennen.

Ausführliche Informationen

Das Side-by-Side Verfahren mit der Shuttertechnik verzichtet auf die Ausnutzung des Lichtwellencharakters und ist neben Polarisationsverfahren, RealD und Interferenzfiltertechnik auf der einen Seite und dem Anaglyphenverfahren auf der anderen Seite eine dritte Methode, zwei Bilder von Fotos/Videos für das Auge zu trennen. Digitale Wiedergabegeräte (Fernseher, Bildschirme etc.) blenden dabei Bilder in abwechselnder Reihenfolge, d.h. nacheinander, ein. Eine Shutterbrille (shutter engl.: Blende, Klappe), deren Brillengläser in schneller Frequenz ein Bild durchlassen und anschließend versperren, sorgt dafür, dass jedes Auge jeweils nur ein Bild wahrnimmt. Die beiden Brillengläser arbeiten daher synchron, aber zeitlich entgegengesetzt.

Die technische Anforderung, die an diese Technik gestellt wird, ist die hohe Bildfrequenz. Da das menschliche Auge Frequenzen bis etwa 50 Hz (50 mal pro Sekunde) wahrnimmt, muss die Frequenz bei der Shuttertechnik doppelt so hoch sein, damit das Auge kein Flimmern wahrnimmt.

Die Technik kommt seit 2010 u.a. bei 3D-Fernsehern zum Einsatz. Auch Computerbildschirme mit Bildfrequenzen über 100Hz sind in der Lage, 3D-Bilder wiederzugeben, vorausgesetzt, die Grafikkarte des Rechners unterstützt die Wiedergabe von Side-by-Side Bildern.

Die Shuttertechnik bezeichnet also das technische Steuern der Bilder durch die Shutterbrille. „Side-by-Side" (nebeneinander) bezeichnet das Komprimieren von zwei amorphen Videoaufzeichnungen in einem HD Kanal. Die zwei Bilder, die für ein 3D-Sehen notwendig sind, werden daher nebeneinandergelegt. Ein 3D-Fernseher bzw. die Grafikkarte eines Computers trennt aus diesem einen Video-Kanal die zwei unterschiedlichen Bilder heraus und blendet sie abwechselnd ein und aus.