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Kurzbeschreibung

Durch Polarisation werden zwei für das 3D-Sehen notwendige Bilder mit Lichtwellen unterschiedlicher Richtung auf eine Leinwand projiziert, die durch eine Polarisationsbrille wieder in zwei einzelne Bilder getrennt werden.

Ausführliche Informationen

Die Polarisation nutzt das Strahlungsverhalten von Lichtwellen aus. Das Auge nimmt permanent Lichtwellen auf und setzt diese Informationen zu einem Bild zusammen. Die Wellen des Lichtes sind dabei jedoch nicht gerichtet und können linear (Richtung der Schwingung ist konstant) oder zirkular sein (Richtung ändert sich innerhalb der senkrecht zum Wellenvektor stehenden Ebene mit konstanter Winkelgeschwindigkeit). Letzteres kann mit dem Verhalten einer Schraube verglichen werden.

Die Polarisation beschreibt im eigentlichen Sinne die Richtung der Schwingung einer (Transversal-)Welle. Mithilfe von Polarisationsfiltern ist es möglich, Lichtwellen nach ihrer Richtung zu filtern, so dass nur Lichtwellen durchgelassen werden, die z.B. eine vertikale bzw. horizontale Ausdehnung haben. Dieses Verfahren wird auch als lineare Polarisation bezeichnet.

Um aus diesem Verhalten ein 3D Bild erscheinen zu lassen, müssen nun zwei Bilder getrennt, aber synchron auf eine Leinwand projiziert werden. Werden die Bilder mit unterschiedlicher Polarisation (d.h. ein Bild mit vertikalen Lichtwellen, das andere mit horizontalen Lichtwellen) projiziert, so nimmt das Auge zwar immer noch ein Bild (übereinander gelagert) wahr. Dieses lässt sich allerdings durch eine Brille mit zwei unterschiedlich ausgerichteten Polarisationsfiltern wieder in zwei für das Auge getrennte Bilder aufspalten.

Dieses Verfahren nutzt beispielsweise das IMAX-3D und wird in einigen Kinos verwendet.