MEHR RAUM FÜR PRINT & SCREEN!

Die Shutterbrille besitzt aufgrund des Einsatzes in der Unterhaltungselektronik-Branche derzeit die höchste Aktualität. Zumindest für den Einsatz im Home-Entertainment-Bereich scheint die Verwendung einer Shutterbrille für die Wiedergabe von 3D-Medien in den kommenden Jahren unumgänglich.

Eine Shutterbrille besitzt Flüssigkristallflächen in den Brillengläsern, die elektronisch das Abdunkeln eines Brillenglases ermöglichen. So kann wahlweise das rechte oder linke Auge zum Durchlassen des Lichtes gesteuert werden.

Moderne Shutterbrillen werden über eine Infrarot-Schnittstelle vom 3D-Fernseher bzw. einem Sender neben dem Computer oder einer Kinoleinwand angesteuert. Alternativ dazu gibt es auch das DLP-Link-Verfahren, welches über Weißblitzimpulse agiert. Dabei wird das zu betrachtende Bild mit einem entsprechenden Projektor auf eine Leinwand projiziert und zwischen den links/rechts Bildern ein weißes Bild eingeblendet. Während Infrarot-Shutterbrillen über den Sender des Wiedergabegerätes synchronisiert werden, nutzt diese Technik das weiße Bild, um die Shutterbrille zu synchronisieren. Das weiße Bild wird vom Auge dabei nicht wahrgenommen.

Der Energieverbrauch von Shutterbrillen ist so gering, dass eine Knopfzelle in der Brille ausreicht.

Sollte der Bildschirm eine Reaktionszeit von mehr als 10ms haben oder sollte die Shutterbrille defekt sein, können sich die Bildinformationen vom linken und rechten Kanal mischen und es treten sogenannte „Geisterbilder" auf. Diese sind bei modernen Geräten kaum noch vorhanden.

Der Vorteil von Shutterbrillen gegenüber Anaglyphenbrillen besteht darin, dass keine Farbverfälschungen des Bildes auftreten und beide Augen ein klares Bild sehen.