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2010 war das Jahr der 3D-Fernseher. Gleich 6 große Hersteller brachten einen 3D Fernseher auf den Markt: Samsung, Panasonic, Sony, LG, Toshiba und Phillips. Für das Betrachten von 3D-Medien ist eine LCD-Shutterbrille erforderlich.

Einige Anbieter, darunter Sony und Phillips, haben in der Vergangenheit Fernsehgeräte mit linearer bzw. zirkularer Polarisationsbrille entwickelt. Ein einheitlicher Standard zeichnet sich allerdings derzeit mit der Shuttertechnik ab.

Brillenlose 3D-Fernseher

Für viele Betrachter ist das Tragen von 3D-Brillen jedoch störend, zumindest, wenn täglich und für einen langen Zeitraum 3D-Inhalte betrachtet werden. Viele große Anbieter forschen daher an einer brillenlosen 3D-Fernseher-Technik. LG Electronics und Toshiba zeigten auf der CES-Messe in Las Vegas erste, angeblich marktreife 3D-Fernseher, die ohne eine Brille auskommen und noch in der ersten Jahreshälfte auf den Markt kommen sollen. Sony und Sharp hingegen begnügten sich mit der Ausstellung von Prototypen. Noch sei die Technik nicht ausgereift. Allerdings wird von allen Herstellern erkannt, dass eine Marktdurchdringung wahrscheinlicher ist, wenn auf das Tragen einer Brille verzichtet werden kann.

Laut eines Fachberaters im Elektronikfachgeschäft gehen einige Hersteller davon aus, dass diese Technik erst im Jahr 2013/ 2014 einen marktfähigen Reifegrad besitzen wird.

Weitere Informationen hierzu finden Sie im Bereich „Brillenlose 3D-Displays"

Umwandlung von 2D zu 3D

Einige Fernsehgeräte sind mit einer Technologie ausgestattet, die es ermöglicht, 2D-Fernsehbilder in 3D umzuwandeln. Hierbei darf sich der Endanwender jedoch nicht täuschen lassen. Für das Erzeugen von dreidimensionalen, räumlichen Eindrücken sind zwei Bilder zwingend notwendig, da erst darin die Information enthalten ist, wie gewisse Gegenstände aus zwei Augenblickwinkeln aussehen.

Die 2D-3D Umwandlung nutzt eine raffinierte Technik, um die Information der Distanz aus der Bewegung des Bildes zu entnehmen. Bewegt sich ein Gegenstand im Bild, so ist die Bewegungsgeschwindigkeit für den Betrachter umso schneller, je geringer die Distanz zwischen ihm und dem Betrachter ist. Die Bildinhalte werden anschließend mit dieser Information bei der Wiedergabe auf verschiedene Ebenen gelegt. Je geringer jedoch die Bildbewegung ist, desto geringer ist der 3D-Effekt ausgeprägt. Steht das Bild still, so ist kein 3D-Effekt vorhanden.

Dies bedeutet sowohl für Filme als auch für Fotos, dass das Produzieren mit vollständigen, stereoskopischen Informationen nur durch eine Aufnahme mit zwei unterschiedlichen Bildern erfolgen kann.

Wiedergabe von Fotos und Videos mit 3D-Fernsehern

Um 3D-Fotos und –Videos auf Fernsehgeräten zu betrachten, ist das Format der Dateien entscheidend. Leider hat sich bis dato weder für 3D-Videos noch für 3D-Fotos ein einheitlicher Standard durchgesetzt.

Die erste für den Privatgebrauch geeignete und marktreife 3D-Kamera ist die Fuji Finepix Real 3DW3. Sie nutzt das MPO-Format für die Erstellung von 3D-Fotos. MPO ist ein Container-Format, das zwei JPEG Dateien zusammenfasst. Mit entsprechender Software lassen sich MPO-Fotos daher recht einfach in zwei getrennte JPEG-Fotos konvertieren. Die im Sommer 2011 auf den Markt kommende Kleinkamera Minox PX3D nutzt hingegen das AVI-Format. Die Wiedergabe von MPO-Fotos ist mit einigen Fernsehgeräten problemlos möglich, während andere Geräte dieses Format nicht unterstützen. Wie bei allen neuen Technologien ist allerdings damit zu rechnen, dass sich in Kürze ein Standard herausbilden wird, um den Workflow von 3D-Fotografie hin zum Ansehen auf einem Fernseher zu ermöglichen. Unserer Ansicht nach hat dabei das MPO-Format die besten Chancen.

Noch komplexer verhält es sich mit Video-Formaten. Zwar bieten die Hersteller meist zahlreiche Bildformate an, allerdings erweist sich die Wiedergabe dieser Formate in 3D und im 16:9 Format bei einigen Herstellern als trickreich und problematisch. Dabei ist zu beachten, dass das Side-by-Side-Format die beiden Fotos/Videobilder nebeneinander speichert und erst mithilfe der Software des Fernsehgerätes wieder trennt.

Auch das Thema Wiedergabemedium ist an dieser Stelle zu erwähnen. Zum Teil können Dateien direkt von einem USB-Stick oder einer SD/Card abgespielt werden. Bei anderen ist die Verwendung eines HDMI Kabels notwendig. Da das gesamte Thema recht unübersichtlich geworden ist und wir niemanden durch Falschangaben schaden möchten, verweisen wir an dieser Stelle auf das Stereoforum, um entsprechende Praxiserfahrungen nachzulesen.

Durch die Vielzahl an Video-Formaten lässt sich im Grunde aus dem Angebot aller Hersteller eine Schnittmenge finden, so z.B. das AVI-Format, welches wir für unsere 3D-Multimediashows anbieten.

Nachfolgend ist aufgelistet, welcher Fernsehhersteller nach heutigem Stand (03-2011) 3D-Formate für Fotos unterstützt.

TV-Hersteller3D-Format
Panasonic MPO
Samsung keine
Sony keine
LG MPO
Philips MPO

 

Einigen Foren zur Folge, ist die Wiedergabe bei einigen Geräten und Herstellern etwas trickreich.