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Um 3D-Medien mithilfe eines PC´s wiederzugeben, sind vor allem 2 Dinge notwendig: eine entsprechende Grafikkarte und ein 3D-fähiger Bildschirm.

Bildschirme

Bildschirme müssen im Gegensatz zu 3D-Fernsehern keine besondere Wiedergabetechnologie von 3D-Inhalten besitzen, sondern allein die Fähigkeit haben, Bilder mit einer Frequenz größer als 120Hz anzuzeigen. Bei dem Kauf eines Monitors ist also auf die Hz-Zahl zu achten. Ist diese Fähigkeit gegeben, kann mithilfe einer entsprechenden Grafikkarte die Side-by-Side bzw. Shuttertechnik zum Einsatz kommen. Da das menschliche Auge Frequenzen im Bereich von 50-60Hz wahrnimmt, können mit einer 120Hz Wiedergabe die Bilder für das rechte und linke Auge nacheinander eingeblendet werden, ohne dass das Auge dies wahrnimmt. Das Bild erscheint vielmehr als eine zeitgleiche Überlagerung von 2 Bildern. Eine Shutterbrille (wie beim 3D-Fernseher) ist dann notwendig, um die zwei Bilder für das jeweilige Auge wieder zu trennen.

Dennoch ist ebenfalls darauf zu achten, dass der Monitor mit dem Treiber der Grafikkarte und der 3D-Software kompatibel ist.

Allerdings zeigte sich auch auf der CeBIT 2011 in Hannover, dass einige Hersteller an weiteren Technologien für 3D-Bildschirmen arbeiten. So wurde z.B. der "SUPER 3D-Monitor D2342P" vorgestellt, der im Laufe des Jahres auf den Markt kommen soll. Statt einer speziellen Grafikkarte und einer Shutterbrille wird eine 16 Gramm leichte Polarisationsbrille benötigt. Dank seiner 3D Light Boost Technologie ist er zudem fast dreimal so hell wie 3D- Monitore mit Shutter-Technologie. Während Bildschirme mit Shutter-Technologie zwei Bilder nacheinander wiedergeben, kann die Polarisationstechnik nur die halbe Auflösung des Full-HD-Bildschirms für 3D-Inhalte wiedergeben. Die Auflösung wird also auf die zwei Bilder aufgeteilt. Dank des eingebauten Converters besitzt auch dieser Bildschirm die Fähigkeit, 2D-Inhalte in 3D umzurechnen. Ein Highlight des Monitors ist außerdem die Möglichkeit, über einen HDMI-, DVI-D-, DVI-D-Dual- und D-Sub-Anschluss Blu-ray-Player und Spielekonsolen direkt anzuschließen.

Brillenlose 3D-Monitore wurden auf der CeBIT ebenfalls vorgestellt, allerdings zeigten diese, einigen Test-Berichten zufolge, noch größere Hindernisse. Eine Marktreife ist dabei offensichtlich noch nicht in Sicht.

3D-Grafikkarte

Zur dreidimensionalen Visualisierung von Medien ist außerdem eine entsprechende Grafikkarte plus Shutterbrille notwendig. Der Grafikkartenhersteller Nvidia hat mit dem 3D-Vision Kit eine Software (plus Shutterbrille) auf den Markt gebracht, die dreidimensionale Medien visualisiert. Diese ist kompatibel mit allen neueren Grafikkarten der Firma Nvidia (GeForce ab der 8er Serie). Der Nachteil hierbei ist, dass dieses Kit nicht mit anderen Grafikkarten harmoniert. Hingegen hat sich diese Sofware bereits als Quasi-Standard in der 3D-Wiedergabe am PC etabliert. Ein großer Vorteil ist auch, dass es keine Treiberprobleme gibt. Bestandteil des Sets ist die Software, eine Shutterbrille und ein Infrarotempfänger, der per USB-Schnittstelle an den PC angeschlossen wird. Der Infrarotempfänger steuert die Shutterbrille an und synchronisiert diese zeitgleich. Damit ist es möglich, 3D-Inhalte im Side-by-Side Modus zu betrachten und nicht mehr ausschlißelich in der farbverfälschten Anaglyphenform.

Der zweite große Grafikkartenhersteller AMD hat  die 3D-Technologie lange Zeit außer Acht gelassen und versucht nun, hier Fuß zu fassen. Bisher ist allerdings nur ein einziger Monitor mit den AMD Karten kompatibel (Viewsonic V3D241wm). 3D-Projektoren, die mit AMD-Grafikkarten kompatibel sind, gibt es hingegen viele. Fast alle neueren Beamer-Modelle mit der DLP-Technik können Signale von 120Hz verarbeiten. 

3D-Notebooks

Auf der Unterhaltungselektronik-Messe CES in Las Vegas (Januar 2011) hat sich gezeigt, dass sich der 3D-Hype bei Fernsehern in Form neuer Modelle fortsetzt und in anderen Bereichen gerade anfängt. Sony hat dort u.a. ein 3D-fähiges Notebook vorgestellt, dass Ende Februar 2011 in Deutschland auf dem Markt kam. Per Knopfdruck kann zwischen einer 2D- und 3D-Darstellung gewählt werden. Zum Betrachten von 3D-Ansichten auf 16-Zoll Bildschirmen ist eine Shutterbrille notwendig. Auch 2D-Inhalte können, ähnlich wie bei 3D-Fernsehern, in 3D umgerechnet werden. Für die notwendige Rechenleistung sorgt ein neuer „Sandy Bridge"-Prozessor von Intel mit vier Rechenkernen sowie eine 3D-fähige Grafikkarte von Nividia. Der Vorteil bei dieser integrierten Lösung gegenüber 3D-fähigen Computern ist, dass eine Aufrüstung oder Ausstattung mit verschiedenen Komponenten (Bildschirm und Grafikkarte) entfällt. Allerdings ist der Preis von 1899,00 € UVP eine kostenintensivere Variante als ein 3D-fähiger Computer.