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Die einfachste Methode 3D-Fotos zu erzeugen ist das Verwenden einer 3D-Kamera. Diese Technik ist vergleichsweise neu. Technisch ausgereifte Produkte sind erst seit 2010 auf dem Markt. Hier hält derzeit noch die Fuji Fine Pix Real 3D W3 ein Quasi-Monopol. Die Handhabung zur Erzeugung von 3D-Fotos ist verblüffend einfach und damit ein ideales Produkt für den Massenmarkt. Der Preis von unter 190€ ist ebenfalls marktreif. Besonders positiv ist bei der Fuji-Kamera das integrierte brillenlose 3D-Display. Damit hat man jederzeit eine Kontrolle über das 3D-Foto und kann sich die Bilder direkt ansehen.

Besonders positiv ist ebenfalls der Workflow zum Ansehen der Bilder auf anderen 3D-Wiedergabemedien. Werden die 3D-Fotos nicht weiter bearbeitet, kann die SD-Karte einfach in das SD-Karten-Fach des Fernsehers eingeführt und direkt betrachtet werden.

Ein Manko ist derzeit die Qualität der 3D-Bilder. Auch wenn die Auflösung mit Full HD und 10 Megapixeln angegeben ist, zeigt die Bildqualität enge Grenzen auf. Auch der Dynamikumfang sowie die Bildqualität bei dunklen Lichtverhältnissen lassen etwas zu wünschen übrig. Für den Heimanwender und Hobby-Fotograf ist die Qualität der 3D-Fotos allerdings ausreichend gut.

Neben Fuji hat auch der Hetsteller Rollei mit der Powerflex 3D eine 3D-Kompaktkamera auf den Markt gebracht. Mit zwei mal 5 Megapixeln besitzt sie eine ähnliche Auflösung wie Fuji. Auch eine Video-Funktion ist vorhanden. Allerdings ist bei der Ausstattung mit einigen Abstrichen zu rechnen. So bietet die Rollei-3D-Kamera nur eine Festbrennweite von 47mm, d.h. keine Zoom-Funktion. Auch Motivprogramme und manuelle Einstellmöglichkeiten der Belichtungsdauer etc. sind nicht vorhanden. Testberichten zufolge, liegt die Bildqualität noch unter der Fuji Real 3D W3. Hinzukommt, dass die 3D-Fotos nur im jpeg-Format gespeichert werden, eine digitale Nachbearbeitung zur dreidimensionalen Betrachtung am Fernseher oder PC also notwendig ist. 

3D-Fotos lassen sich auch mit der 3D-Videokamera von JVC (GS-TD1) von JVC erstellen. Die Bildqualität ist etwas besser als bei der Fuji-Kamera, jedoch ist der Arbeitsfluss zum reinen Fotografieren mit der Videokamera etwas nachteilig. Heimanwendern, die gleichzeitig viel filmen, ist die Kamera sehr empfehlenswert. Ein Testbericht findet sich unter folgendem Link.