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Definition

Ein Lentikulardruck (auch Linsenrasterbild oder Prismenrasterbild) ist ein Druckerzeugnis, welches mit in einer Kunststoffschicht eingearbeiteten, kleinen Linsen oder Prismen versehen ist.

Kurzbeschreibung

Die Linsen streuen das Licht des Bildes in unterschiedliche Winkel, sodass die beiden Augen unterschiedliche Bildinformationen wahrnehmen. Es können daher unterschiedliche Ansichten oder Motive in einem Bild verarbeitet werden.

Lenticulartechnik_Beschreibung

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Lentikulardruck: Historische Entwicklung des 3D Drucks

Als Erfinder des Lentikulardrucks kann der Brite F.E. Ives genannt werden, der 1903 mit seinem Patent des Parallaxen-Stereograms zeigte, dass ein Stereobild mithilfe halbzylindrischer Glaskörper dreidimensional betrachtet werden kann. Er legte dazu ein in Streifen geschnittenes Bild unter die entsprechend ausgerichteten Glaskörper.

Nach stetigen Weiterentwicklungen dieser Technik sind in den 80er Jahren die „Wackelbilder“ bekannt geworden, die Objekte und Motive in Bewegungsabläufen darstellen. Heute sind diese Lenticulardrucke deutlich ausgereift und eignen sich ideal für Werbezwecke wie Postkarten, Visitenkarten, Poster, Aufkleber u.v.m.

Während zu Anfang hauptsächlich Postkartenformate (oder kleiner) üblich waren, sind der Größe heutzutage kaum Grenzen gesetzt.

Für die Verarbeitung werden heute mindestens zwei, oftmals aber mehrere einzelne Bilder digital in Streifen zerlegt und beim Druck nebeneinander platziert. Das entsprechende Linsenraster innerhalb des Kunststoffes muss genau über den Bildstreifen platziert werden. Je nach Blickwinkel fokussiert die Linsenplatte den Blick nun auf einen anderen Bildstreifen. Herausforderung bei der Erzeugung des Effektes ist das Ermitteln der einzelnen Winkel der Linsen, welche Einfluss auf das Streuverhalten haben

Die Breite der Linsen ist abhängig vom Betrachtungsabstand und beträgt heutzutage üblicherweise 2,5 – 0,1mm (1 – 6 Linsenreihen pro mm).

Dem gleichen Prinzip folgen derzeit auch einige digitale Technologien wie brillenlose Displays. Seit 2005 und verstärkt seit 2010 erlebt diese Technologie eine große und rasante Marktentwicklung.

Lenticulareffekte

Mit der Möglichkeit verschiedene Bilder in einer Bildfläche zu integrieren, ergeben sich verschiedene Anwendungsmöglichkeiten. Auch 3D-Bilder lassen sich mit Lenticulardruck erzeugen.

  • Flip-Effekt - Wackelbilder werden in die Hand genommen und fordern zur aktiven Auseinandersetzung auf.

 

Flip-Effekt from Vogt Foliendruck on Vimeo.


  • 3D-Effekt - Dank optimierter Technik erscheinen Figuren in Echt-3D zum Greifen nah. Nicht nur der Hintergrund, sondern jedes einzelne Motiv wird plastisch in den Raum gestellt. 3D-Druck als Blickfänger!

3D Effekt


  • Morphing-Effekt - Für einen ausdrucksstarken Morphing-Effekt werden die Zwischenbilder digital berechnet – und schon beginnt die schrittweise Verwandlung.

 

Morphing Effekt from Vogt Foliendruck on Vimeo.


  • Animation-Effekt - Mit bis zu 26 Einzelbildern werden komplexe Bewegungsabläufe oder sogar kleine Filmsequenzen dargestellt.

 

Animation-Effekt from Vogt Foliendruck on Vimeo.


  • Zoom-Effekt - Der Zoom-Effekt verbindet die Fernansicht eines Objektes mit einer Detailaufnahme. In der digitalen Druckvorstufe wird das Detail Schritt für Schritt vergrößert, sodass es sich optisch auf den Betrachter zu bewegt.

 

Zoom-Effekt from Vogt Foliendruck on Vimeo.


  • Flyeye® - flyeye® ist die dreidimensionale Neuheit aus der Vogt-Druckerei. Anders als bei herkömmlichen 3D-Effekten bedarf flyeye® keines genau definierten Betrachtungswinkels oder einer Bewegung: Die Tiefenwirkung bleibt erhalten – egal, aus welcher Perspektive das Motiv betrachtet wird.